Das wars nun also … vorerst

Juni 4th, 2012

Julia Pfeiffer Swea Frühling

Die letzten Tage in den USA liegen nun hinter uns. Somit ist unser großer Familienurlaub nun leider endgültig Geschichte. 🙁

Schade eigentlich, denn gerade auf dem Weg von L. A. nach San Francisco, entlang am Pazifik auf der schönen Strecke des Highway No. 1, haben wir so manches Mal davon geträumt, wie es denn wäre, würden wir jetzt einfach weiterfahren. Hoch nach Kanada vielleicht oder quer durch die Staaten. Die Reise hätte unendlich weitergehen können. Es gibt so viel zu entdecken, so viel Schönes und Spannendes. Das Leben ist viel zu kurz, um die Zeit an einem Ort zu verbringen. Wie will man sich ein Bild von der Welt machen, wenn man nicht wenigstens mal an Ort und Stelle die Menschen und die Umgebung kennengelernt hat?

Nein, für uns war es definitiv nicht die letzte Reise! Das Fernweh ist noch längst nicht gestillt! Eines Tages müssen wir wieder los. So toll Deutschland auch ist, anderswo funktioniert die Welt genauso. Anders vielleicht, aber genau das ist ja das Tolle. Deshalb fährt man ja hinaus in die Welt – um herauszufinden, wie andere Völker so leben, wie ihre Einstellung und Ansichten zum Leben sind, was deren Traditionen sind und natürlich was ihr Land an Schönheiten zu bieten hat.

Die ersten Gedanken um eine erneute Reise sammeln sich schon … 😉

Aber jetzt hat uns erstmal der Alltag zurück. Es gibt viele Dinge, die wir erledigen wollen und müssen. Unser Sohn kommt in die Schule. Kolleginnen müssen entlastet werden. Freunde wollen und sollen uns beizeiten sehen. Und auch zu Hause gibt es Einiges, was noch erledigt werden will. Ich denke da nur an die Fertigstellung des Baumhauses usw.

An alle, die unseren Blog so fleißig mit verfolgt haben ein herzliches Dankeschön.

Bis bald mal wieder! 🙂

In diesem Sinne – schönes Fernweh!!! 😉

Eure Oribis

Kia orana heißt es auf den Cook Inseln

Mai 27th, 2012

Swea Enrico Enjo Haus auf einsamer Insel One Foot Island Blau Sunset Fire Dance Südseeschönheit beim Tanz Relax Kokosnuss Speerfischer Enrico Familienfoto Strandnixe Sandra Palmenidyll Südseekinder

Die Reise hierher beginnt etwas spannend. Als wir Tahiti mit dem Flugzeug verlassen wollen, kreisen wir noch eine Weile um die Insel Moorea. Plötzlich schallt es aus dem Bordmikrofon schallt: „Wir haben ein technisches Problem und müssen umkehren“. Auf dem Flughafen von Tahiti werden wir dann von einer Feuerwehr erwartet. Doch mehr ist dann doch nicht, auch wenn Sandra vor Angst in Grund und Boden versunken ist. Wir erhalten ein anderes Flugzeug und erreichen am Ende mit etwas Verspätung doch noch Rarotonga und spät am Abend noch Aitutaki.

Auf einer dortigen Lagunenrundfahrt sehen wir die leuchtenden grünen Farben dieser sandigen Lagune, in der es vor Schildkröten und anderen farbigen Fischen nur so wimmelt, trotz dass 2010 ein Tornado Einiges zerstört hatte.

Während die Farben auf Bora Bora etwas mehr zu leuchten schienen, gefallen uns die unbewohnten und naturbelassenen Inseln in der Lagune vor Aitutaki viel besser, zumal uns eine davon für drei Tage ganz allein gehört. :). Alles auf Aitutaki scheint hier noch viel ursprünglicher zu sein und man kämpft nicht so stark um das Überlegen im Alltag, wie in Französisch Polynesien.

Man hat uns vier nach einer Lagunentour auf einer einsamen Insel ausgesetzt … wunschgemäß! 😉 Denn hier ist man so weit von Deutschland entfernt, wie es nur geht. Am anderen Ende der Welt, mitten im Südpazifischen Ozean und weit weg von der nächsten Zivilisation sind wir für drei Tage vollkommen auf uns allein gestellt und müssen uns von dem ernähren, was uns die Natur so bietet: Kokosnüsse, Palmen, Papayas und Fisch. Und für den Fall, dass das nicht reicht, packten wir uns vorsichtshalber noch Einiges an Essen zusätzlich mit ein. 😉 Gerade was den Fisch betrifft, war das auch bitter notwendig, denn weder mit Speer noch mit selbstgebauter Angel habe ich einen Fisch gefangen, nicht mal ansatzweise. ;(

Auf unserer kleinen Insel genießen wir nun die schönsten drei einsamen Tage unseres Lebens im Paradies auf Erden (auch wenn davon viel zu häufig die Rede ist, hier trifft es wahrhaftig zu). Es handelt sich um eine palmengesäumte Insel, umgeben vom Türkis-Grün der Aitutaki-Lagune und weiteren unbewohnten Inseln und Sandbänken.

Im Anschluss schwelgen wir noch ein wenig im Luxus. Das heißt, wir genehmigten uns erstmals auf dieser Reise überdurchschnittlich viele Restaurantbesuche und dazu fast jeden Tag ein paar Bacardi-Cola. 🙂

Welche der Lagunen (Bora Bora oder Aitutaki) nun die schönere sein soll, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.  Fakt ist, dass wir hier erstmals seit Fidschi wieder einmal das melancholische Gefühl hatten, eine Insel mit Wehmut verlassen zu müssen, ohne es wirklich zu wollen.

 Aufgrund des schlechten Umrechnungskurses zwischen Euro und Neuseelanddollar, sind wohl mittlerweile Bora Bora und Tahiti günstiger, als die Cook Inseln – falls es überhaupt einen preislichen Unterschied gibt. Aber auf Französisch Polynesien gibt es für bestimmte Lebensmittel (wie Baguette und Wasser) staatlich festgelegte Preise, was für das pappige Neuseelandtoastbrot hier auf den Cook Inseln nicht gilt.

Obwohl wir am Ende fast zwei Wochen auf diesem Inselparadies verweilen durften, ist die Zeit doch wie im Fluge vergangen. Ein aufziehendes Schlechtwettergebiet macht uns den Abschied aber wenigstens nur halb so schwer.

Trotzdem ist Deutschland für uns noch immer in weiter Ferne. Vermutlich, weil wir noch ein paar schöne Aufenthaltstage in den USA erwarten, bevor es zurück geht. Und so scheint der Urlaub noch lange nicht zu Ende zu gehen. 🙂 Wir freuen uns noch auf ein paar erlebnisreiche Tage in Kalifornien.

Derzeit sind wir auf dem Weg von L. A. nach San Francisco entlang der schönen Strände an der Westküste und des Highway No. 1 – der schönsten Küstenstraße der Welt …

Ia orana aus Französisch Polynesien

Mai 15th, 2012

Französisches Frühstück Haie, Rochen, bunte Fische Schnorcheln in Franz. Polynesien Moorea Lagune Moorea Berge Picknick auf Motu Steh-Surfer Lagune Bora Bora Unsere Bora Bora Lagune Bora Bora Ferienhaus

oder „Bon jour“ wie man hier auch begrüßt wird.

Stellt euch das Paradies vor, mit Kokospalmen und herrlichstem Sonnenschein, einer flachen Lagune die in den schönsten Grün-, Blau- und Türkistönen schimmert und einem Inselflair, wie man aus dem Film „Die Bounty“ kennt. Im selben Moment wird man an Bora Bora und Tahiti denken. Genau hier sind wir nun angekommen. Bora Bora – die Diva aller Inseln – und Tahiti, wie das schon klingt … 🙂

Wir schauen vom Doppelbett auf und schauen aus unserem Over Water Bungalow hinaus auf den endlosen Pazifik und frühstücken ein französisches Baguette an einem der schönsten Strände der Welt mit den Füßen im weichen weißen Sandstrand.  Dieses gewisse französische Leben hat einen ganz eigenen Reiz. Früh am Morgen zum Markt schlendern, ein paar frische Baguettes und Milch  kaufen und sich mit den Straßenhändlern unterhalten, denen ich gerade eine leckere Ananas abgekauft habe. Ich glaube, Frankreich könnte eines unserer nächsten Ziele werden.

Sich wieder auf das Inselleben einzustellen war nicht schwer. Nach der langen erlebnisreichen Rundreise durch Neuseeland, auf der wir vom Sommer durch den Herbst bis in den Südwinter mit Minusgraden unterwegs waren, kommt uns nun das Südseefeeling gerade recht. Tatsächlich haben wir noch ein paar schöne Tage in Neuseeland erlebt und haben doch noch Einiges gesehen, was uns sehr gefallen hat.

Aber die Südsee ist eben doch was anderes. Steht uns der Sinn nach einer Abkühlung, tauchen wir in die farbenfrohe Unterwasserwelt der Lagunen ab. Doch auch das Paradies ist nicht ohne Makel. Fliegenspray ist hier ein Muss, besonders an windstillen Tagen am Strand. Auch die Freundlichkeit und das besondere Zuvorkommen bzw. das Achten auf so kleine Details, wie Blumen im Haar oder Südseeklänge zum Abschied, sind den Polynesiern scheinbar abhanden gekommen. Das hatten die Fidschianer deutlich besser drauf. Aber was soll’s – es ist immer noch das Paradies, wenngleich vieles mit den klangvollen Namen der Inseln zu tun hat. Andererseits soll man ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen bzw. Fidschi mit Polynesien. Wir haben uns drauf eingerichtet und akzeptieren natürlich den Unterschied dieser Südsee Paradiese.

Von einer Insel zur anderen zu kommen ist nicht schwer. Nur hat man sie dann noch lange nicht gesehen. Also sollte man sich hier stets für mindestens einen Tag ein eigenes Fahrzeug zulegen, sei es ein Fahrrad, Moped oder Auto. Dann und nur dann sieht man die Insel auch aus den Perspektiven, die Einem sonst verborgen blieben. Auf Bora Bora war es für uns ein Tandem, auf Moorea wollten wir eigentlich ein Moped oder Quad mieten, haben uns aber dann für einen Mietwagen entschieden, genauso wie auf Tahiti. Den Tag suchen wir dann nach den Geheimnissen der jeweiligen Inseln und stoppen an schönen Stränden für ein erfrischendes Bad zwischendurch.

Drei Tage verbringen nun noch in Französisch Polynesien bevor der Flug mit einer Propellermaschine über den Südpazifik nach Aitutaki, Cook Inseln, geht. Dort soll es eine genauso traumhafte Lagune geben, wie vor Bora Bora. Wir lassen uns überraschen.

Anschließend in den USA werden wir noch einmal den Blog über die Cook Inseln vervollständigen und auch noch mal über den Highway No. 1 USA berichten.

Bis bald also und bestellt schon mal Kaiserwetter für die Fußball EM. 😉

Eure oribis – die Weltenbummler

Das Ende der Welt

Mai 1st, 2012

Am Ende der Welt Lady Bowen Falls Milford Sount am Morgen Milford Sound am Abend Ruhiger See in den Bergen Sandra am Lake Wanaka Mount Cook In einem Hot Pool, erwärmt mit Thermalquellen Heli Hiking in den Gletschern der Südalpen Gletscher Stürmer mit Eishacke Enge Eisspalte Franz Josef Gletscher Pancake Rocks bei Nacht Kaikoura am Morgen Seerobbe 

So sieht es also aus – das Ende der Welt. Mal wieder! Nachdem wir das Ende der Erdplatte schon am Kap der Guten Hoffnung und auf Feuerland gesehen haben, sind wir nun auch auf dem letzten Kontinent der südlichen Halbkugel so weit im Süden angekommen, dass südlich von uns nur noch der unendliche Ozean liegt. Und ein paar wenige Tausend Kilometer weiter dann das ewige Eis der Antarktis, das auch noch auf einen Besuch von uns wartet.

Nach Wochen im Zelt und im Auto gönnen wir uns erstmals wieder etwas Luxus. Wir haben uns auf Stewart Island, der südlichsten neuseeländischen Insel, ein Ferienhaus gemietet und schauen hinauf auf den bleigrauen Ozean. Der Zeitpunkt in ein Häuschen zu ziehen, hätte kaum besser sein können. Es regnet! Doch uns stört es nicht, ist es doch unser erster Regen seit dem regnerischen Wandertag ganz im Norden der Südinsel. Die gesamte Westküste, an der es angeblich 2-300 Tage im Jahr regnet und wir uns seit dem letzten Blog aufgehalten haben, zeigte sich uns von seiner trockenen Seite. Ein Panoramafenster über die gesamte Hausfront erlaubt uns heute den Blick übers Meer, auf dem die wenigen durchdringenden Sonnenstrahlen golden schimmern. Am Ende des Tages wird sich auch heute wieder die Sonne durchsetzen und die Wolken restlos vertrieben haben und uns einen spektakulären Sonnenuntergang vor unserer Terrasse bescheren. 🙂

Wir lassen unsere Träume schweifen …

Schon seit jeher zieht es die Menschen in die entlegensten Gegenden unserer Erde. Immer wieder versucht der Mensch am Ende etwas zu finden, auf dessen Suche er ist. Doch ob er es hier finden wird? Und was erwartet er überhaupt? Uns geht es genauso. Doch war uns von vornherein bewusst, dass wir auch hier nicht finden werden, wonach wir am Ende der Welt suchen. Wir werden wohl noch anderswo weiter suchen müssen. 😉 Eines wird uns aber immer klarer: es ist nicht das Ziel, auf das es ankommt, sondern die Reise dorthin. Der Weg ist das Ziel – ein Grundsatz auf Reisen, den wir uns zu Eigen gemacht haben.

Und gerade für Neuseeland scheint das die richtige Einstellung. Zumindest haben wir das Gefühl. Alle Welt schwärmt von diesem Land. Für die Einen ist es das bessere Australien, für die anderen ist es einfach zu klein. Wir sind aber ohne jede Vorurteile angereist und wollten uns überraschen lassen, was den Reiz von Neuseeland ausmacht. Nun, kurz vor dem Ende unserer ca. 8.000 km langen Rundreise lässt sich ein erstes Fazit ziehen:

Neuseeland ist ein durch und durch gut organisiertes und funktionierendes Erste-Welt-Land. Alles ist gesittet und ordentlich. Auf Anhieb fühlen wir uns wohl. Schotterpisten findet man, anders als erwartet, kaum. Aber auch Einsamkeit und Weite wird man in Neuseeland vergeblich suchen. Trotz, dass es hier nur 4,5 Mio. Einwohner gibt, auf einer Fläche, die vielleicht mit Deutschland vergleichbar ist, haben wir uns an keiner einzigen Stelle weit von der Zivilisation entfernt gefühlt, geschweige denn einsam. Leider! Stets trafen wir auf Andere (nicht selten auf Deutsche).  Auch war das Land lange nicht so weit und unendlich, wie wir es uns möglicherweise in Gedanken ausgemalt hatten. Stets versperrten Wälder die Aussicht auf das grüne, hügelige Land. Und die nervenaufreibenden Serpentinen ließen keinen Blick in die Ferne zu. Schade! Selbst Tiere sind hier sehr selten. Eigentlich haben wir auf Pinguine gehofft oder Delfine bzw. Wale, nicht einmal auf Kiwis. Aber außer ein paar kleine vereinzelte Robben und ein paar kaum erkennbare Gelbaugenpinguine haben wir nichts angetroffen. Ein bisschen mehr hätte es dann doch sein dürfen. Dennoch war Neuseeland eine Erfahrung für uns, die wir nicht missen möchten, auch wenn wir eventuell etwas mehr erwartet haben. Obwohl wir ohne große Erwartungen bzw. ohne Vorurteile angereist waren! Doch noch liegen 1-2.000 km vor uns. Vielleicht ergibt sich ja noch etwas Unerwartetes für uns. 🙂 Wir sind da guter Dinge und freuen uns immer, wenn es ein neues Highlight für uns zu entdecken gibt. Wenn nicht, muss man sagen, dass das Auslandsmarketing von Neuseeland wirklich am besten funktioniert, indem Neuseeland als das Paradies schlechthin verkauft wird. Sich selbst vermarkten kann der Neuseeländer ohnehin am besten. Überall wird etwas Kommerzielles angeboten und Preise dafür verlangt, die nicht selten jeder Grundlage entbehren. Der typische Kiwi ist auch nicht wirklich sonderlich ausgeglichen, wie man glauben mag, wenn man an ein idyllisches Leben im Südpazifik denkt. Besonders im Straßenverkehr merkt man ihm desöfteren eine gewisse Aggressivität an. Das dürfte man ihm natürlich nicht sagen, denn Kritik verträgt ein Kiwi gar nicht.

Nun freuen wir uns auf die nächste Etappe, auch wenn uns nun ein Wetterwechsel ins Haus steht. Der Wind dreht von Nord auf Süd und bringt nun die Kälte der Antarktis. Das bedeutet, dass die Schneefallgrenze über Nacht von 3.000 m auf 200 m gefallen ist und wir nur noch 9-14°C erreichen, also nicht zu vergleichen mit deutschen Temperaturen im Moment.

Aber was soll’s – wir machen uns ja am 6. Mai auf zu neuen Ufern. Naja – eigentlich am 7. Mai. Dann starten wir in Christchurch in Richtung Bora Bora, wo wir wegen der Datumsgrenze einen Tag früher (also am 6.5.12) ankommen werden. In Französisch Polynesien verbringen wir dann zwei weitere Wochen, dann garantiert mit heißeren Temperaturen im Wasser und Luft. 🙂

Neuseeland – die Südinsel

April 13th, 2012

Gipfelstürmer bei Schlechtwetter Enjo auf der wackeligen Hängebrücke Auf dem Abel Tasman Coastal Track Swea on Tour Graues Hotel Farn Medlands Beach Clear Water Water Crossing Split Apple Rock waterfall

Hallo an alle Daheimgebliebenen. 😉

Mittlerweile haben wir nach fast 3 Wochen auf der Nordinsel zur Südinsel übergesetzt. Zuvor kam noch der Osterhase, der uns sogar inmitten der Hauptstadt gefunden hat. Die Kinderaugen leuchteten und so haben sie ein paar neue Dinge bekommen, die ihnen die langen Fahrten über die Serpentinen verkürzen. Die können nämlich ganz schön anstrengend und nervig sein.

Die letzten Tage haben wir ganz häufig mit Wandern verbracht. Insbesondere die letzten drei Tage. Wir durchforsteten den Abel Tasman Nationalpark von Nord nach Süd und legten so mit viiiiiel Gepäck über 40 km zurück. Am Anfang stand eine schöne Bootsfahrt zu den Robben und Inseln des Parks. Die Wellen waren magenfreundlich und die Ausblicke von der Meerseite grandios. Da Kindern unter 12 Jahren das Kayaken auf hoher See untersagt ist, blieb uns nichts anderes übrig, als den langen Rückmarsch dann aber zu Fuß anzutreten. Doch ohne Murren und bei schönstem Sonnenschein bewanderten wir die entlegenen einsamen Buchten. Manchmal mussten wir durch hüfthohes Wasser waten, was nur bei Ebbe möglich war. Alternativ waren Umwege von 5 km Länge in Kauf zu nehmen. Blöderweise mussten wir wegen der Gezeiten ausgerechnet am 2. Tag einen solchen Umweg nehmen. Blöd deshalb, weil es an diesem Tag in Strömen gegossen hat. Wir stapften durch Bäche statt auf Wanderwegen, da das Wasser die Berge nur so hinunter schoss. Während wir Alten mit dem Unwetter kämpften, sang Swea „Sonne liebe Sonne“ und Enjo träumte von einem eigenen Segelboot. Bei diesem Mistwetter war es dann auch empfindlich eng in dem gemieteten undichten 2-Mann-Zelt, das kaum größer als 1,20 x 1,90 gewesen ist. Darin dann noch die durchweichten Klamotten aufhängen, Essen kochen und zu viert die Nacht überstehen, war eine mittelgroße Herausforderung. Doch die Hoffnung auf einen besseren Morgen stirbt zuletzt. Und am nächsten Tag schien glücklicherweise wieder die Sonne. Und wir konnten die letzte Etappe von 15 km auf uns nehmen, aber erst nachdem wir den schönen Sandstrand an dem wir geschlafen haben doch noch angesehen haben. Das war ja gestern überhaupt nicht möglich. 20kg auf den Rücken der Erwachsenen und 5kg auf denen der Kinder wollten danach nur noch gewaschen und getrocknet werden. Aber neben der Naturschönheit war es schön, sich selbst wieder ein Stückchen mehr zu „entschleunigen“. So kamen mir während der heutigen Autofahrt die 70km/h schon viel zu hektisch vor.

Heute gönnen wir uns dann auch noch eine Belohnung für diese Strapazen – Hummer und Garnelen in Kaikoura (danke an den Osterhasen für das Essensgeld) :). Aber bis dahin liegen noch ein paar Hundert Kilometer vor uns, die wir nun bewältigen müssen, wenn wir unsere Vorräte für die nächsten Tage aufgestockt haben. Wichtig ist unter anderem auch Insektenschutz, sonst sieht man nach wenigen Minuten aus wie ein Streuselkuchen. Abertausende Sandfliegen beißen sich Fetzen aus der Haut und jucken wochenlang. Aber mit dem Mittelchen bleiben sie uns fern.

Nachdem wir Kaikoura verlassen haben, schlagen wir uns zur Westseite der Südinsel durch, die einerseits wegen ihrer atemberaubenden Landschaft berühmt ist, aber auch wegen der 330 Regentage im Jahr. Aber derzeit werden wir wieder mit 23°C und Sonne verwöhnt.

Wir denken an euch. Machts gut!

LG Eure oribis

Kia ora aus Neuseeland – Nordinsel

März 28th, 2012

Bewegung im Meer Hot Water Beach 90 mls Beach On Route Whangarei Wasserfall Cape Reinga Sandra ganz oben Sky Tower Auckland

Derzeit sind wir auf der Coromandel Halbinsel auf der Nordinsel. Das Wetter spielt seit einer Woche mit, d. h. wir haben meist 20-22°C tagsüber und um die 10-12°C nachts. Vergleichbar ist das Wetter somit ungefähr mit dem deutschen September oder Ende August. Das Wasser hat max. 21°C, was nach Fiji echt gesäßkalt ist. Von Regen sind wir bislang verschont geblieben. Das muss vor 2 Wochen noch ganz anders gewesen sein, haben wir gehört. Da muss es gestürmt und gegossen haben, als gäbe es kein Morgen, was die zahlreichen abgerutschten Straßen auch bezeugen. Diese Straßen sind im Großen und Ganzen Serpentinen. Das Fahren macht ja eigentlich Spaß, aber wenn man Kilometer machen will, hält das ganz schön auf. Unser erster Eindruck von NZL ist übrigens durchweg positiv. Ein Land, in dem man sich als Europäer sofort wohl fühlen würde. Alles ist grün und saftig, nur ohne Unkraut, dafür mit Palmen. Das Meer ist nie weit. Das Leben scheint hier sehr organisiert und gesittet zu sein, wobei man die Lockerheit der Kiwis deutlich spürt. Obwohl man am anderen Ende der Welt ist, könnte man sich durchaus in einem besseren Deutschland vorkommen. Oberflächlich betrachtet. Tiefgründiger sieht man bereits, dass die Bauweise der Holzhäuser sehr billig wirkt, dass Kiwis Frostschutzmittel statt Blut im Körper haben und dass auch hier logischerweise nicht alles Gold ist, was glänzt. Aber wir sind ja nicht zum Auswandern hier, sondern zum Entdecken. Und das macht Spaß und zwar nach jeder neuen Kehre.

Heute ist aber mal ein Ruhetag angesetzt. Wir kochen unsere Füße und Hintern im heißen Wasser eines Vulkans, d.h. wir buddeln uns ne Kuhle in den Strand. Das einströmende kalte Meerwasser wird sofort durch die 170°C Wasser von unten geheizt und man hat es schön warm – naja so lange bis die nächste Welle den Schutzwall überrollt und man urplötzlich abgekühlt wird und aufspringt. 🙂

Tauchen war ich auch schon, und zwar in einem der 5 schönsten Tauchgebiete der Erde. Der ostaustralische Strom bringt hier Fische an, die es sonst in diesen Meerestemperaturen nicht gibt. Dazu Robben und Schildkröten, die übereinander schwimmen. Einen toten Wal in seiner letzten Ruhestätte habe ich dabei gesehen und zig andere tolle Sachen.

Morgen fahren wir auf eine Insel, die eigentlich ein aktiver Vulkankegel ist. Allerdings braucht man da einen seefesten Magen. Und das habe ich beim Tauchausflug schon gemerkt, den habe ich nicht immer.

Und bei den Straßen dauert es auch noch im Auto eine Weile, bis sich der Magen wieder beruhigt hat. Der Wagen ist übrigens gut. Er hat zwar schon 320.000 km runter, aber läuft noch wie am Schnürchen und bietet drinnen notfalls Platz für 4, auf jeden Fall aber für 2. Das Dachzelt bietet dann noch mal Platz für 2. Bleiben wir aber 2 Nächte an einem Ort, so wie heute, so bauen wir unser richtiges Zelt auf. Das hätte uns bei Einreise aber fast Kopf und Kragen gekostet, denn mit die Kiwis sind etwas Eigen, was das Mitbringen von Zelten angeht. Wir hatten Glück und durften Einreisen, aber es war wirklich Glück.

 

So als Zwischeninfo, soll das erst mal genügen. Wir wollen noch mal los und uns ein paar Highlights in dieser Umgebung anschauen, unter anderem Cathedral Cove.

Also bis demnächst und lasst es euch gut gehen.

 

ESes

Bula aus Fidschi

März 21st, 2012

Höhlentauchen mit unterirdischen Gängen Strandpanorama Einsam am Strand und doch nicht allein - wir sind immer zusammen Unterwasserwelt Fijis Shark Snorkelling Oarsmans Bay Honeymoon Island Am Strand von Fiji Im Resort Octopus 

Es ist unglaublich – wir sind in Fidschi. 🙂

Schon als wir aus der Boing 747 steigen, freuen wir uns auf dieses Land. Es beginnt damit, dass wir beim Verlassen des Flughafens den sog. „Tropenhammer“ erwarten. Das ist genau der Moment, indem man das erste Mal das klimatisierte Terminal verlässt und dann von tropisch-heißer Luftfeuchte mitten in der Nacht einen Schritt zurück geworfen wird. Dazu die Gerüche, die so typisch für die Tropen sind: frisches Grün, der Geruch des letzten Regengusses und die Abgase der uralten Japaner auf den Straßen.  Es klingt komisch, aber wer einmal in den Tropen war, weiß wovon ich spreche. 🙂

Im Hotel auf der Hauptinsel entledigen wir uns unserer Sachen und springen als allererstes in den Pool. Es ist gerade 7.00 Uhr morgens. Das Wasser ist so herrlich erfrischend nach einem 10 Stunden Flug. In der Stadt besorgen wir uns ein paar Kleinigkeiten für die nächsten Tage und schleckern ein Eis. Wir erkunden einen bekannten hinduistischen Tempel und stellen anschließend fest, dass Lebensmittel in Fidschi zwar unbeschreiblich teuer sind (4 EUR für ein kleines Stück Käse oder Marmeladenglas), aber Klamotten in guter Qualität durchaus als Schnäppchen erworben werden können. So bekommt heute auch jeder etwas: Swea ein zitronengelbes Kleid, Enjo ein typisches Bula-Fiji T-Shirt und wir beiden Alten je ein ultraleichtes Tuch zum Umbinden.

Spontan entledigen wir uns noch ein paar belastender schwerer Rucksackbestandteile, denn auf die Wintersachen können wir die nächsten Wochen getrost verzichten. Im Hotel lassen wir die Sachen voller Vertrauen zurück und springen auf einen großen Katamaran, der als Versorgungsschiff die vorgelagerten Inseln an schippert und dabei auch Touristen als Fracht mitnimmt. So springen wir von Insel zu Insel, eine schöner als die andere.

Stets werden wir mit einem freundlichen Lied von den Einheimischen empfangen und bekommen die Sachen an Ort und Stelle getragen. Man stellt sich einander vor und ist seitdem in deren Dorfgemeinschaft aufgenommen und wird als Familienmitglied behandelt. „Sir, Sie müssen sich hier um gar nichts kümmern. Sie haben Urlaub. Lassen Sie mich das machen.“ bekomme ich zu hören und glaube im Paradies gelandet zu sein. Diese Vorstellung kommt nicht von ungefähr. Der weiße Sandstrand wird von unzähligen Kokospalmen gesäumt und das türkis schimmernde Wasser ist mit 32°C einfach nur traumhaft. Schwarze Vulkanfelsen bringen den gewünschten Kontrast für ein schönes Urlaubsfoto. Ein laues Lüftchen weht, aber das einzige über das wir uns in den nächsten Tagen Gedanken machen müssen, ist, was will ich heute erleben? Jeder Tag könnte von früh bis spät mit den angebotenen Aktivitäten gefüllt werden. Wir besteigen die höchsten Inselerhebungen zum Sonnenaufgang, tauchen in die tiefsten Tauchgründe  nahe der Blauen Lagune ab – wo schon Brooke Shields nackt geschwommen ist 😉 , wir bringen den Kindern das Schnorcheln bei und lassen uns mit den teils wirklich herausragenden Mahlzeiten verwöhnen, auch wenn es Fisch fast nur dann gibt, wenn man ihn selbst gefischt hat.

Erstmals auf unseren Reisen durch mittlerweile über 40 Länder können wir wirklich feststellen, dass dieses Land kinderlieb ist. Das wird zwar auch anderen Ländern nachgesagt – Italien zum Beispiel – aber dort ist man nicht mehr kinderlieb, als in der deutschen Heimat. Hier aber werden unsere Kinder jeden Morgen in den Arm genommen, man zeigt ihnen etwas Besonderes, wie Eidechsen auf Jagd oder lockt mit ihnen kleine Krebse aus ihren farbenfrohen Muschelschalen, oder man öffnet nur für sie eine Kokosnuss. Natürlich verlangt der Chief des Dorfes, dass hierfür sein Sohn nicht die eben heruntergefallene Nuss nimmt, sondern lässt eine frische Nuss von der Palme holen. So haben wir auch volles Vertrauen in eine Babysitterin, die zusammen mit ihrem dreijährigen Sohn auf unsere beiden Zwerge achtgibt, während wir die Nase unter die Wasseroberfläche stecken.

Nach der allabendlichen Kava-Zeremonie (erdig schmeckendes Wasser mit alkoholähnlicher Wirkung, das die Zunge betäubt) sitzen wir unter Sternen in einem am Strand hergerichteten Kino und schauen einen der neuesten Filme auf DVD. Dass wir uns mitten im Pazifischen Ozean auf einer fast einsamen Insel befinden, muss man sich immer wieder ins Bewusstsein rufen. Es ist zum Träumen. Es lädt ja auch einfach alles dazu ein. Wir hängen in den zahlreichen Hängematten unter Palmen am Strand ab, springen stundenlang ins Wasser und warten auf das Dröhnen einer geblasenen Muschel, die uns zum Essen ruft. Dazu kühlt uns ein kaltes Fiji-Bitter wieder auf Betriebstemperatur ab.

Das Durchschnittsalter von Fiji-Reisenden liegt zwischen 20 und 29. Nur hin und wieder findet man noch ein Pärchen in den Mittfünfzigern, die sich mal eine wohl verdiente Auszeit von einem Job gönnen, der sie sonst schon seit ihren halben Leben beschäftigt. Keiner allerdings reist hier für 2-3 Wochen. Der Durchschnitt liegt zwischen 2 und 9 Monaten. Natürlich nicht alles in Fiji, sondern mal ist es einwöchiger Urlaub nach einem Work and Travel Jahr in NZL oder Australien, mal ist es eine letzte Weltreise mit den Eltern vor dem Abi oder mal eine Auszeit mit den Kindern während der Schulzeit. Meist aber wir der Job für eine längere unbezahlte Zeit unterbrochen und auf Fidschi und anderen Ländern dieser Region verbracht. 

Was mit einem freundlichen Lied begann, endet am Tag der Abreise mit einem Lied voller Wehmut. Dutzende Dorfbewohner, die am Strand den Abreisenden hinterher winken, rufen uns ein freundliches Vinaka (Danke) hinterher.

Für uns geht es in zwei-drei Tagen weiter nach Auckland, NZL. Von da aus werden wir uns irgendwann wieder melden.

 

Bis dahin — Schönes Fernweh! 🙂

Wir verlassen das Paradies und man könnte den Tränen nah sein, wenn man nicht wüsste, dass alles wieder von vorn beginnt, wenn die nächste Insel in Sichtweite kommt und ein neuer Tag beginnt.

Page und Las Vegas

März 4th, 2012

Wassershow Belagio Paris in Vegas Hoodoo Sand Fall Beams Familie im Antelope Canyon Lower Antelope Canyon Horse Shoe Bend

Ich glaube, es ist erst 1 Woche um, aber es kommt uns schon viel länger vor. So viel haben wir erlebt und gesehen. Das spiegeln auch die Bilder wieder. Zum Vergleich: In Skandinavien habe ich in 2,5 Wochen ca. 1.000 Fotos geschossen. Allein 250 waren es gestern. Dass wir das Netbook mithaben hat sich also schon allein wegen der Datensicherung bewährt.

Die zwei Tage in Page haben wir mit vielen Highlights bestückt. Wir waren am Lake Powell und genossen die Aussicht über diesen Stausee mit 3.000km Küstenlinie, umgeben von zahlreichen Tafelbergen, Plateaus und Felsnadeln.

Wir statteten dem Horse Shoe Bend zwei Besuche ab. Das ist eine 180° Kurve des Colorado-Rivers um einen hufeisenförmigen Felsvorsprung.

Gemeinsam kletterten wir durch den Lower Antelope Canyon an einem Vormittag. Das ist eine gute Möglichkeit, den Ausläufern eines Hurrican, die auch Page streiften, zu entgehen. Der umherfliegende Sand mit dem eisigen Wind kann ganz schön anstrengend sein, selbst wenn die Sonne scheint.

Mittags – während das beste Fotolicht herrscht – wanderte ich ohne die restliche Familie durch den Upper Antelope Canyon im Zuge einer organisierten Fototour. Die 80 $ sind es wert gewesen, zumind. wenn man amerikanische Preise zugrundelegt.

Außerdem gab es entlang der Strecke nach Vegas noch sehr viele schöne Aussichtspunkte, an den wir anhielten, z. B. den Zion NP oder ein paar Felspilze.

Die Kinder vergleichen die Landschaft unentwegt mit ihrem Lieblingsfilm „Cars“ – alles erinnert sie hier an Lightning McQueen und Co., egal ob Trucks, Canyons oder Felsen. Deswegen gehen sie hier voll und ganz auf. Dass sie dann so unbekümmert über die Felsen springen dürfen, macht sie glücklich. Wie sie sich bei Skorpionen und Schlangen zu verhalten haben, wissen sie noch aus Afrika.

Nun befinden wir uns in Las Vegas. Dass wir nun nicht mehr auf über 2.000 Höhenmetern sind, merken wir sofort an den Temperaturen von über 20°C. Wir checkten mit einem Coupon aus einem Werbeheftchen im Hotel Super 8 am weltberühmten Strip für 65 $ ein, was kein Problem ist, da wir die letzten Nächte viel Geld sparen konnten, weil wir im Campervan gut und kostenlos schlafen können wo wir wollen. So verbringen wir die Nächte an den schönsten Aussichtspunkten der jeweiligen Gegend.

Letzte  Nacht haben wir den hell beleuchteten Strip unsicher gemacht und die Lichter- und Wassershows der verschiedenen Hotelburgen bestaunt. Man kann Vegas mögen oder nicht, aber lässt man sich auf die Stadt ein, wird man die Zeit hier genießen. Und wir taten es und waren begeistert.

Zuvor shoppten wir in den sog. Outlet-Stores und machen damit heute weiter. J

Die letzten 2 Tage in den USA verbringen wir voraussichtlich im Death Valley NP.

Am 6.3. geht dann 16 Uhr Ortszeit der Flieger nach Fidschi. Wir müssen nur noch rausfinden, was die Ortszeit ist, denn mit jedem Bundesstaat ändert sich scheinbar die inneramerikanische Uhrzeit um 1 Stunde; vielleicht liegt es auch nur an Sommer- und Winterzeiten. Keine Ahnung, aber mit dieser Uhrumstellerei werden wir noch häufiger zu tun haben.

Erstmals im Südwesten der USA

März 2nd, 2012

Sonnenaufgang bei -13°C (gefühlt -25°C) Begegnung mit einem hirschgroßen Reh Schnee im Grand Canyon NP Route 66 Joshua Tree Escape Campervan 

 

Heute ein erstes Lebenszeichen auf unserem Blog.

Die anfängliche Nervosität hat sich nach 2 Tagen gelegt. Die Befürchtungen, unser Gepäck sei mit je 25kg zu schwer bzw. würde nicht durchgecheckt werden bis Los Angeles, waren zwar berechtigt, aber schlussendlich mit ein paar nervenaufreibenden Gesprächen mit einem halben Dutzend Flughafenmitarbeitern schnell aus der Welt geschafft. In einem verhältnismäßig entspannten 14 Stunden Flug hatten wir nie mit Langeweile zu kämpfen. Es liefen an die 50 verschiedene Filme oder man wurde bewirtet, wobei die Kinder zuerst das Essen bekamen. Auch der Hotel-Shuttle-Bus war sofort nach der Einreise gefunden und so fielen wir bereits kurz nach der Ankunft im Holiday Inn ins Bett. Alles in allem lief also mehr als perfekt.

Nur war die Nacht aufgrund der Zeitumstellung schon 3 Uhr zu Ende. Das Problem hatten wir dann auch noch die folgenden Tage, sogar bis heute.

Die Autoübergabe klappte ebenso problemlos. Zwar bekamen wir nicht die bestellte Dachbox, dafür aber einen extra großen Van, der schon fast die Maße eines Busses hat. Ausgestattet mit allem, was man zum Campen braucht – Doppelgaskocher, Kühlschrank etc.

Auf den umbaubaren Rücksitzen finden wir zu viert genügend Platz für die Nacht. Wir sind hochzufrieden.

Die 2. Nacht verbringen wir im Joshua Tree NP, der uns mit seinen Felsbergen und Joshua-Bäumen stark an die Köcherbaumwälder von Namibia bzw. dem Richtersveld NP in Südafrika erinnert. Entgegen aller Voraussagen anderer Reisender war die Anreise zum Park problemlos an einem Tag schaffbar, egal ob man erst das Auto am Morgen entgegennehmen und einkaufen musste.

Die Nacht dort war ein Traum, nicht zuletzt weil man das Sternenzelt über sich hatte. Auch die Ruhe und Einsamkeit zogen uns gleich in ihren Bann. Morgens brannten schon überall die Lagerfeuer, während wir auf den Sonnenaufgang warteten.

Die nächste Strecke stand ganz im Sinne der Route 66. Zwar war es ein recht langer Fahrtag, aber da wir uns zuvor bei einigen Klettertouren im Nationalpark ausgetobt hatten, war dieser leicht zu verkraften. Außer etwas Nostalgie hat die Strecke aber nur wenig zu bieten.

Anders sieht es am nächsten Morgen aus, als wir bei -6°C in Seligman aufwachen und von bis zu 10cm Schnee eingeschneit sind. Erstaunlicherweise hat man diese Kälte aber gut im Auto überstanden. Doch auf der Fahrt zum Grand Canyon wurde es noch deutlich kälter und vor allem windiger. Die -13°C fühlten sich wie mind. -25°C an. So beschloss Sandra, die Nacht lieber in einem Hotel zu verbringen. Dafür ging für mich ein Traum in Erfüllung – den Grand Canyon im Schnee zu sehen. Was für unglaubliche Panoramen sich hier bieten – es ist schlichtweg ein Traum. Wir haben ja schon viele schöne Naturhighlights in unserem Leben gesehen, aber der Canyon zählt eindeutig zu den schönsten und beeindruckenden Naturschönheiten.

Wir bleiben statt 1 Nacht gleich 2 im Nationalpark. Am 2. Tag sind dann auch die Wolken verschwunden und wir fahren zu fast jedem Aussichtspunkt, die es am Canyon-Rim gibt. Herrlich. Man möchte am liebsten ein Dauer-Panorama erstellen.

Die Kameras laufen heiß und Enjo fragt schon, ob 1.000 Fotos nicht langsam genug vom Grand Canyon sind. Die Antwort kam aus der Pistole geschossen: „Nein“ 😉

Die 2. Nacht haben wir dann aber wieder im Auto verbracht – kostenlos und eingemummelt in die warmen Schlafsäcke. Die Nacht war ohnehin 5.30 Uhr vorbei, wollten wir doch wieder den Sonnenaufgang am Canyon erleben. Aber der Wind hat aufgefrischt und beinahe wäre uns die Tür vom Auto abgebrochen, als wir beim Aussteigen sie kaum mehr festhalten konnten.

Jetzt sitzen wir bei McDonalds und können kostenlos online gehen – danke Martin für den Tipp. :). Gegessen haben wir aber schon vorher – ein saftiges Grillhähnchen. 🙂 Welche Zeit genau ist, können wir nicht sagen. Nach der Zeitumstellung in LA gab es dann eine für Phoenix, die bis gestern galt, und jetzt wieder eine Zeitumstellung, die die Uhr wieder auf L. A. Zeit änderte.

Die Finanzierung steht

Januar 6th, 2012

Zwei Jahre finanzielle Vorbereitung, d. h. eisernes Sparen auf einen großen Traum, haben schlussendlich zum angestrebten Erfolg geführt.

Dass eine so lange Rundreise zu den Traumparadiesen dieser Erde nicht umsonst ist, kann sich sicherlich jeder vorstellen. Schon gleich gar, wenn man mit zwei kleinen Kindern die Reise antritt, die ihrerseits nichts zum Familieneinkommen beisteuern können. Dennoch ist uns allen diese Reise wichtig und jede Entbehrung im Vorfeld wert. Schon 2010 haben wir auf einen Fernurlaub zugunsten der großen Reise verzichtet. Damals sind wir deshalb nach Skandinavien gefahren, weil man dafür weder teure Flüge noch einen teuren Mietwagen benötigt. Und auch 2011 haben wir weitestgehend auf Urlaub zugunsten unseres Traumes verzichtet. Zwar mussten wir zur Erholung auch 2011 für neun Tage an die Ostsee fahren oder haben viele Tage im Elbtal zwischen Sächsischer Schweiz und Meißen verbracht, aber das sind alles leicht finanzierbare Kurzurlaube für jedermann.

Schwieriger ist es da schon das Geld für drei Monate Neuseeland und Südsee aufzubringen. Aber weil sich der Weihnachtsmann als äußerst spendabel erwies und wir auch selbst in den vergangenen zwei Jahren jeden Monat ein paar Hundert Euronen weglegen konnten haben wir nun – vier Wochen vor Abflug – die benötigten Gelder halbwegs zusammen … eisernen Sparens sei Dank.

Ursprünglich dachten wir für die Gesamtreise mit 10-15.000 € auszukommen, aber immer wieder mussten wir etwas hinzu addieren. Vor allem aber habe ich die Preise für die Flüge unterschätzt. Auch hätte ich nicht gedacht, dass wir bereits 1 Jahr vor Abreise so viel Geld zusammenkratzen mussten, um gewisse Dinge zu reservieren bzw. zu buchen.

So zahlten wir bereits

  • 10.230 € für die 14 benötigten Flüge
  • 1.012 € für die 2x gebuchten Mietwagen in den USA
  • 230 € Anzahlung Mietwagen Neuseeland, wobei hier noch knapp 1.500 € offen sind
  • 400 € für neue Pässe/ Ausweise/ Führerscheine
  • 627 € für die 2-wöchige „Kreuz- und Querfahrt“ durch Fidschi
  • 1.500 € für bereits gebuchte Unterkünfte auf den ca. 1 Dutzend Südseeinseln

Das heißt, bislang sind wir bereits fast 14.000 € los, ohne überhaupt in den Urlaub geflogen zu sein.

Mit weiteren Ausgaben von ca. 10.000 € für die drei Monate müssen wir wohl noch rechnen, insbesondere für Verpflegung, Unterkünfte (meist Camping), Eintritte/ Ausflüge/ Hobbys wie Tauchen, Souvenirs und Sprit für insgesamt vielleicht 10-12.000 km Autofahrt.

Alles in allem kein billiges Unterfangen, aber was opfert man nicht alles für eine „once-in-a-lifetime“ Reise. 🙂

2013 – das steht jetzt schon fest, ist dann wieder das große Sparen angesagt.

Die Reiseroute steht fest!

Dezember 7th, 2011

tour1.JPG

Die große Reise beginnt für uns am 24. Feb. 2012 mit dem Flug von Berlin über London nach Los Angeles.

Dort fahren wir in den nächsten 10 Tagen mit einem Camper-Van zum Grand Canyon und über Las Vegas und andere Highlights unterwegs wieder zurück nach Los Angeles, um unseren Flug nach Fidschi fortzusetzen.

In Fidschi springen wir auf einen großen Katamaran und lassen uns in den nächsten 2-3 Wochen auf den schönsten Inseln des Yasawa-Archipels absetzen.

Anschließend erreichen wir Neuseeland. Innerhalb von ca. 50 Tagen bereisen wir nahezu jeden Winkel dieser Inseln. Wir starten die Tour in Auckland auf der Nordinsel und beenden die Tour im Camper-Van in Christchurch auf der der Südinsel.

Bevor es zurück geht, legen wir jeweils eine Woche Zwischenstopp auf folgenden Inseln ein:

  • Bora Bora (Franz. Polynesien)
  • Moorea/ Tahiti (Franz. Polynesien)
  • Rarotonga (Cook Inseln)
  • Aitutaki/ One Foot Island (Cook Inseln)

Auf dem Rückflug legen wir noch einen einwöchigen Zwischenstopp an der Westküste Kaliforniens ein und fahren auf dem Highway No. 1 entlang der Küste von Los Angeles nach San Francisco, bevor wir am 3. Jun. 2012 wieder in Deutschland landen.

Alle 13 Flüge sind gebucht und bestätigt;

Gleiches gilt für die Mietwagen für beide USA-Aufenthalte und natürlich für Neuseeland.

Auch in der Südsee haben wir nahezu jede Unterkunft reservieren lassen, was mehr oder weniger unumgänglich ist, wenn man eine ganz bestimmte Insel besuchen möchte, auf der es ohnehin nur eine Unterkunft gibt.

In Neuseeland und den USA lassen wir uns aber auch diesmal wieder treiben. Zwar steht unsere geplante Reiseroute grob fest, aber sollte uns das Wetter oder sonstige Begebenheiten auf eine andere Strecke ausweichen lassen, stellt das kein Problem dar. Durch die Vorab-Recherchen wissen wir zumindest heute schon, was besuchenswerte Höhepunkte sind und brauchen uns diesbezüglich nicht erst stundenlang vorort belesen. Die Zeit nutzen wir lieber als Familienauszeit.

Insgesamt stehen uns also genau 100 Reisetage zur Verfügung, die wir effektiv nutzen wollen, ohne dabei einen Tag zu verschenken. Natürlich wollen wir viel erleben und entdecken, aber auch wieder auf ein normales menschliches Niveau runterkommen, denn die meiste Zeit im Jahr fühlen wir uns viel zu sehr gehetzt und getrieben.

Das Reisebüro versagt kläglich

Juni 10th, 2011

Ein Jahr vor dem Rückflugtermin melde ich mich erneut beim Reisebüro und bitte um endgültige Reservierung aller erforderlichen Flüge.

Unsere Vorstellung:

Von Deutschland über die West-USA (egal ob Las Vegas, Los Angeles oder San Francisco) nach Neuseeland (Auckland) fliegen, mit einem Zwischenstopp auf Fidschi.

Der Rückflug soll in Neuseeland (Christchurch) starten und über Französisch Polynesien (Tahiti) führen. Der Weiterflug aber soll von den Cook Inseln über die USA zurück nach Europa führen. Das heißt, der Verbindungsflug von Tahiti auf die Cook Inseln müsste zusätzlich als one-way-Flug gebucht werden.

Dass für die großen Flüge nur Air New Zealand als Fluggesellschaft in Frage kommt, habe ich schon vor Monaten bekannt gegeben, denn mit einem Round-the-World-Ticket anderer Anbieter oder mit Einzelflügen übersteigt man bei weitem unser Budget.

Ich hätte es ja auch allein gebucht, doch ohne fremde Hilfe kam ich mit dem vorhandenen online-Buchungssystem über die Webseite der Airline an einer gewissen Stelle einfach nicht weiter. Eben dafür brauchte ich die Hilfe eines Reisebüros. Auf dem Rückweg von Neuseeland wollen wir über Franz. Polynesien fliegen, den Weiterflug in die USA aber von den Cook Inseln starten. (Andersrum wäre es auch in Ordnung gewesen.) Weil das online nicht auszuwählen ging, wendete ich mich vor über 1/2 Jahr bereits an ein renomiertes Reisebüro, wo man mir zusicherte, ohne großartig die Kosten in die Höhe zu treiben, diese Flüge buchen zu können.

Nun – nachdem die heiße Phase der Buchungszeit bereits begonnen hat, heißt es von Seiten des Reisebüros, dass dies unmöglich sei, diese Flugkombination zu buchen. Noch schlimmer: man könne mir nicht mal die gewünschten Zwischenlandungen in den USA reservieren.

DAS KANN DOCH NICHT WAHR SEIN!!!
Wofür ist denn ein Reisebüro da, wenn ich als Laie online selbst schon mehr erreichen kann, als die vermeintlichen Profis eines Reisebüros, die tagtäglich mit Buchungen zu tun haben und auf verschiedene Buchungssysteme Zugriff haben. Noch dazu würde für die wenigen buchbaren Flüge noch eine Gebühr von über € 400 anfallen. Wofür soll die denn sein? Habe ich doch die ganze Vorarbeit für sie geleistet und dem Reisebüro quasi auf die Stunde genau die möglichen Abflugzeiten und Ziele mitgeteilt, um deren Arbeit deutlich zu erleichtern.

Die Zusammenarbeit musste ich daraufhin beenden und habe mich stattdessen selbst an Air New Zealand gewandt. Innerhalb von einer Stunde waren unsere Flüge so gebucht, wie wir es uns gewünscht hatten.

Ein Anruf – und das Problem wäre für jedes Reisebüro aus der Welt geräumt gewesen. Dafür hätte ich auch gerne einen gewissen Mehrpreis bezahlt. Aber derart im Stich gelassen, musste ich selbst die englischen Gespräche mit dem Airlinebüro in London führen, was zugegebenermaßen nicht zu meinen favorisierten Aufgaben zählt.

Schlussendlich haben wir aber nun unsere Traumreise mit 13 Flügen buchen können; die zusätzlichen und separat gebuchten Inlandsflüge auf den Cook Inseln und von Tahiti nach Bora Bora und von dort zurück auf die Insel Moorea mit eingerechnet, ergeben sich folgende Flüge:

Berlin – London
London – Los Angeles (USA)
Los Angeles (USA) – Nadi (Fidschi)
Fidschi – Auckland (NZL)
Christchurch (NZL) – Tahiti
Tahiti – Bora Bora
Bora Bora – Moorea
(Fähre Moorea – Tahiti)
Tahiti – Rarotonga (Cook)
Rarotonga – Aitutaki
Aitutaki – Rarotonga
Rarotonga – Los Angeles
Los Angeles – London
London – Berlin

Ausarbeitung einer Tour

Februar 19th, 2011

Es ist schon eine zeitraubende Angelegenheit, sich im Vorfeld einer Reise intensiv zu belesen und zu recherchieren, was man gesehen haben muss und wie man es zeitlich unter einen Hut bringt. Aber das kenne ich ja bereits aus all den Reiseplanungen der vergangenen Jahre. Und eigentlich macht es auch unheimlichen Spaß. Unterdessen bin ich sogar davon überzeugt, dass die Ausarbeitung einer Tour bereits der halbe Urlaub ist.

Man starrt stundenlang in den Monitor, liest sich kreuz und quer durch Reiseberichte oder klickt sich durch zahllose Fotos. Gleichzeitig notiert man sich die ersten interessanten Details und formt daraus eine geeignete Tour. Was anfangs noch wie eine bloße Zusammenreihung von schwer aussprechlichen Buchstabenkombinationen ist, ergibt langsam einen immer vertrauter klingenden Ortsnamen. Dank googlemaps ergibt sich nach und nach auch eine Streckenführung.

Man meldet sich hier und da in brauchbaren Foren an und fragt sich durch den Bekanntenkreis. Nur leider gestaltet sich das bei Neuseeland und der Südsee recht schwierig. Zu selten wird diese Ecke der Welt von Europäern angeflogen, geschweigedenn von eigenen Freunden. Und wenn man bedenkt, dass sich schier unendlich viele Inseln über eine Fläche doppelt so groß wie der Kontinent Afrika verteilen, zeigt sich beizeiten, wie schwierig es wird, exakt das kleine Eiland herauszufiltern, dass einerseits den eigenen klischeehaften Erwartungen genügt und andererseits auch flugtechnisch in die Route passt, ohne dabei den finanziellen Rahmen zu sprengen.

Noch schwieriger ist aber die Recherche zu den USA. Das Netz ist voll mit Infos aller Art. Dort Infos zu bekommen, klingt einfach, aber wirklich brauchbare erhält man am ehesten von Gleichgesinnten, von denjenigen, die auf dieselbe Art und Weise durch die Welt reisen, wie wir. Nur erkennt man die im Internet leider nicht auf Anhieb. Wir planen ohnehin nur einen mehrtägigen Zwischenstopp in Kalifornien auf dem Weg in den Südpazifik. Einziges Muss für uns wird der Grand Canyon sein. Bei allen weiteren Destinationen belassen wir es bei einer groben Routenplanung und lassen uns treiben.

Genauso handhaben wir es bei der Rundreise über die Inseln Neuseelands.

Irgendwann haben wir dann doch die Südseeinseln herausgefunden, die wir anfliegen wollen. Aus den ursprünglich angestrebten fünf Inselarchipelen, sind nur noch drei übrig geblieben. Auch hier setzen Zeit und Geld beizeiten ein Limit, denn so schnell kann man nicht von einer Insel zur anderen Insel hüpfen. Oft werden einzelne Inseln nur sporadisch alle paar Wochen oder zumindest nur alle paar Tage per Containerschiff angefahren und bei einem Zeitlimit von vielleicht 4-8 Wochen für die Südsee, hat man keinen allzugroßen Spielraum.

So streichen wir Tonga und Samoa bis auf weiteres von unserer Liste und freuen uns dafür umso mehr auf so klanghafte Namen wie Tahiti, Bora Bora, Fidschi und die Cook Inseln.

Erster Anlauf

November 18th, 2010

Wir schreiben das ausklingende Jahr 2010.

Da ich unsere Reisen gern weit im Voraus plane, wende ich mich bereits jetzt an eines der renommiertesten Reisebüros meiner Stadt und bitte sie, unsere Flüge einmal durchzurechnen, auch wenn das für 2012 noch nicht geht. Stattdessen teile ich vergleichbare Termine für das Jahr 2011 mit und bitte um Recherche.

Natürlich gebe ich schon alle mir bekannten Hinweise, was die günstigste Fluggesellschaft und die Reiseroute etc. angeht. So erspare ich dem Reisebüro die zeitraubenden Recherchen. Schließlich habe ich diese Infos über die sehr spärlich vorhandenen Internetforen in den vergangenen Monaten herausgefunden.

Unter anderem bin ich so darauf gestoßen, dass man bereits auf den internationen Flügen nach Neuseeland seine Zwischenstopps auf ein paar Südseeinseln einplanen sollte, die wir unbedingt auf unserer Reise integrieren wollen.

Für jede Zwischenlandung fallen ca. € 150 Zusatzgebühren an, also somit nur ein Bruchteil von dem, als würde man einen Abstecher von Neuseeland in die Südsee buchen.

Nach ein paar klärenden Telefonaten sicherte man mir zu, dass das alles kein Problem sei (auch ungefähr in dem vorgegebenen finanziellen Rahmen) und ich solle mich doch Ende Mai nochmals mit denen in Verbindung setzen. Grund hierfür ist, dass man zwar ein Jahr im Voraus Flüge buchen kann, dies aber vom Rückflugtag gerechnet wird.

Gut – das macht Sinn. Also gedulden wir uns einfach noch ein paar Monate …

Der Zeitpunkt steht fest, aber wohin?

August 15th, 2007

Nach der Zusage von Enricos Mutter war der Zeitpunkt einer mehrmonatigen Reise schnell ausgemachte Sache – die Reise steigt in dem Jahr, in dem unser Sohn in die Schule kommen wird … 2012.

In den Frühjahrs-Monaten vermutlich, vielleicht lässt sich auch Silvester 2011/ 2012 irgendwie mit einbeziehen. Mal sehen.

Tja – aber die große Frage ist wie immer – wo soll es hingehen?

Manoman – die Welt ist für uns immer mehr zum Dorf geworden, ist doch jeder Zipfel dieser Erde in wenigen Stunden erreichbar und mittlerweile auch halbwegs bezahlbar. Oft sitzt man mittlerweile sogar länger im Auto, um von A nach B zu kommen, als im Flieger um die halbe Welt zu düsen.

Aber wenn es um die Wahl des Reiseziels geht, ist unsere Erde doch noch immer sooo riesig groß.

Südamerika?

Nicht unbedingt, da waren wir erst 2005 (also kurz vor der Entscheidung erneut aufzubrechen). Außerdem blieben wir dort ebenso über einen längeren Zeitraum. Zwar waren wir noch nie in den tropischen Gebieten wie beispielsweise Brasilien und auch Equador, Peru und die Galapagos-Inseln würden uns reizen, aber nicht unbedingt für diese Auszeit.

Afrika?

Die Reise von Kairo nach Kenia – quasi als Vollendung unserer Afrikadurchquerung aus dem Jahr 2002 – wäre noch sehr reizvoll. Andererseits fahren wir ja eigentlich fast jedes Jahr auf unseren Lieblingskontinent. Vom Prinzip her würde zwar nichts gegen eine derartige Reise sprechen, aber mal schauen, ob sich nicht doch noch was Anderes findet.

Nordamerika?

Dort haben wir nicht das Gefühl zwingend hin zu müssen. Die westliche Welt ist entwickelt und es gibt andere Regionen dieser Erde, bei denen wir eher das Gefühl haben, die Zeit rennt uns davon. Wenn man nicht beizeiten dorthin fährt, sieht sie nicht mehr so aus, wie wir sie uns heute vorstellen. Außerdem sind uns die Vereinigten Staaten nicht unbedingt sympatisch und günstig würde diese Reise auch nicht werden.

Asien?

Zugegeben – favorisiert wird dieser Kontinent von uns nicht, aber die sogenannten -stan-Länder in Zentralasien reizen mich schon seit jeher sehr. Aber ob das eine Reise für zwei kleine Kinder ist? Ich fürchte eher nicht.
Dennoch – gedanklich spiele ich schon mal die zu erwartenden Ausgaben durch, die uns bei einer solchen Tour erwarten würde, insb. wenn man mit dem eigenen Fahrzeug von Deutschland aus aufbrechen würde.

Australien?

Nur drei Monate? Für diesen Kontinent? Dafür ist unsere Auszeit zu kurz … viel zu kurz. Für Australien wollen wir mehr Zeit zur Verfügung haben.

Neuseeland?

Klar, gern, aber nur in Verbindung mit der Südsee. Am liebsten würden wir mindestens fünf verschiedene Südsee-Archipele in die Reise integrieren.
Südsee … wie das klingt. Die ganzen Klischees mit hula-tanzenden Schönheiten am palmengesäumten Strand geistern im Kopf. Und dazu die weiten Grashügel Neuseelands. Herrlich – ja davon könnte man träumen. Außerdem ist es das letzte „Ende der südlichen Welt“ für uns, an dem wir noch nicht waren.

Der Entschluss ist gefasst – wir fliegen nach Neuseeland und in die Südsee. :)))

Ob sich ein Zwischenstopp in Australien noch mit integrieren lässt, werden wir sehen. Auch wenn die Südsee ein extrem teures Pflaster ist, mit dem eigenen Auto über abenteuerliche Pisten nach Zentralasien aufzubrechen dürfte aufgrund zu erwartender Schäden nicht wesentlich günstiger werden.

Wie alles begann

Oktober 4th, 2006

Um das zu umschreiben, möchte ich mit ein paar Worten beginnen, die das Schlusswort unseres 2006er Afrikareiseberichts ausmachten:

„Schon seit langem träumen wir von einer mehrjährigen Reise quer über unseren Planeten, insbesondere aber durch Afrika. Immer intensiver wird das Verlangen danach. Wir vermissen das Gefühl unendlich weiter reisen zu können. Das Gefühl unabhängig und frei zu sein und der Wunsch, die Schönheiten dieser Welt zu erkunden, wird immer stärker. Wir wollen uns nicht ständig Gedanken über Zeitdruck machen müssen, sondern die wunderbaren Momente voll auskosten und sie in fantastischen Bildern auf Video und Fotos festhalten. Dies ist uns auch in diesem Urlaub wieder klar geworden. Wir erinnern uns trotz der langen Zeit fast täglich an unseren eineinhalbjährigen Aufenthalt in Afrika und wünschen uns diese Zeit mehr denn je zurück. Für die Zukunft werden wir uns wohl mehr Gedanken darüber machen, wie wir uns diesen Traum erfüllen können. Der Lockruf der Ferne ist ja auch wirklich so verführerisch.“

Hier hat die ganze Geschichte deshalb ihren Lauf begonnen, weil diese Worte seinerzeit zu einem Missverständnis geführt haben. Man kann sogar sagen, dass bereits 2006 der Grundstein für die bevorstehende, vorübergehende Auszeit im Jahr 2012 gelegt wurde.

Und das kam so …

Für gewöhnlich wurden unsere Reiseberichte stets verschlungen und es gab danach ein paar nette Worte dazu, insbesondere von Enricos Mutter, die kurz zuvor auch seine neue Chefin geworden ist. Doch damals blieb sie uns jeden Kommentar schuldig, was uns schon sehr verwundert hatte. Erst Wochen später, nach einem Gespräch mit Enricos Vater, gab es die Aufklärung dafür. Die neue Chefin war scheinbar etwas erbost und verunsichert darüber, dass wir kurz nach der Neueinstellung schon wieder das Land verlassen wollten. Dass damit jedoch die Zeit nach den Kindern gemeint sei und es somit erst spruchreif würde, wenn die Kinder mit 18 Jahren das Haus verlassen haben, konnte sie nicht wissen.

Mit diesem Gespräch kam die Wende.

Und die kam einher mit Zugeständnissen, und zwar jenem, dass man selbst über eine längere Auszeit reden könne und es auch gar kein Problem sei, mal für drei Monate auszusteigen, solange man es nur zeitig genug wüsste.

Und da haben wir quasi schon den Sack zugemacht. Immer wieder haben wir sie seither an ihr Versprechen erinnert, so dass sie aus dieser Sache auch nicht mehr herauskam.

:)))